Sonntag, 18. September 2011

290.Post. Scheibenknöpfe


290. Post. Oberflächen-Metallfunde: Knöpfe.
vorgestellt werden nur noch gereinigte und bearbeitete Altfunde. Die Begehungen sind bis auf Weiteres eingestellt.

Schwäbischer Bauer und eine schwäbische Hochzeit. Die Tracht zieren Scheibenknöpfe, deren Tradition bis ins 15./ 16. Jahrhundert zurückgehen sollen, woran eine langsam sich dafür interessierende Neuzeitarchäologie aber mangels sicherer Belege ihre Zweifel hegt. Bilder aus: Schwabenalb in Wort und Bild, Verlag des Schwäbischen Alb-Vereins, Tübingen 1914. Die meisten Darstellungen geben über Scheibenknöpfe nicht mehr preis, als ihre Anordnung auf der Kleidung. Danach Datierungen vor zunehmen wäre absurd.

Scheibenknöpfe finden sich auf allen Äckern der Umgebung. So ziemlich das Einzige, was die Kultur der Trachten archäologisch zurück ließ...Ähnlich verhält es sich mit der Steinzeit: Überkommen kann nur, was die Bodenlagerung über die Jahrtausende zulässt. Das Einzige, nachdem wir ganze Kulturen zu erschließen versuchen.


290. Post. Oberflächen-Metallfunde. Knöpfe.
Scheibenknöpfe mit stilisierten, eingravierten Pferden. vorläufig undatiert
Uniformknopf
florale und ornamentale Motive...auf Scheiben - und sog. Schildbuckelknöpfen


290. Post. Oberflächen-Metallfunde. Knöpfe.
Oberflächenversammlung: Von der Altsteinzeit bis zur Neuzeit...alles ist möglich.
Auch Metalle finden sich bei günstigen Witterungsbedingungen auf den Ackeroberflächen. Darunter auch immer wieder Knöpfe. Hier sind es vor allem Scheibenknöpfe, bzw. Schildbuckelknöpfe aus sog. "Arsenbronze", wie sie auch in Reihen auf den örtlichen Trachten getragen wurden. Für Interessierte gibt es im Netz bereits eine Website, die sich nur mit diesen Funden befasst und versucht eine Kartograhie / Erfassung von Verbreitungsgebieten zu erstellen.: http://www.scheibenknopf.de/
Die Website lädt ein, eigene Funde hoch zu laden. So will der Betreiber eines Tages mehr über eine genauere Datierung und Verbreitung erarbeiten. Die ältesten Vertreter weisen auf der Rückseite eine Gussnaht auf und die Schauseite ist das Ergebnis des Gusses ohne Nachbearbeitung, wie bei den sogenannten "Sternknöpfen", vielleicht die ältesten Vertreter von Kleidung des einfachen Landvolkes, die nur selten im Original oder auf Abbildungen wie etwa beim Adel erhalten ist. Die Archäologie interessiert sich noch kaum dafür.


Scheibenknopf mit sehr schöner Patina und geometrischen,
Mustern. Die Rauten in der Mitte erinnern an das bayrische Wappen, wie es aber auch
als heraldische Tinktur wie das Wappen auf Münzen erscheint.
Bei vielen, vor allem der größeren Formen ist davon aus zu gehen,
dass diese Knöpfe reine Zier waren und nicht zum Verschleßen eines
Kleidungsstück dienten,, also keine Funktion besaßen.



Gussform

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